Das größte Wollfestival Deutschlands mit neuer Location

[Werbung unbezahlt da Produkt und Markennennung]

Ab jetzt heißt es Wollfestival Düsseldorf

statt Wollfestival Köln

Wollfestival Düsseldorf 2018
das Motto in 2018 „PINK“

Das Wollfestival, wie es kurz und knapp genannt wird, ist das Highlight eines jeden Jahres – für Besucher, als auch für Aussteller. Die Jahre zuvor war Köln die angesagte Location, doch die Besuchermassen waren einfach zu viel und die von der Stadt Köln gestellten Anforderungen zu hoch. So entschied sich die Organisatorin Daniela Johannsenova, 2018 in die Rheinterrassen Düsseldorf umzuziehen, größere Räume, mehr Platz für Besucher und Aussteller, genügend Sitzplätze und ein besseres Catering waren geplant. Ich finde, Daniela hat das gleich im ersten Jahr mit Bravour hinbekommen. Einige kleine Verbesserungen wird sie sicher fürs nächste Jahr vornehmen und hat diese bereits in den Sozialen Netzwerken kommuniziert.

Mir hat es gefallen, wenn auch für mich der Weg nun um einiges länger geworden ist….. Lediglich die Bierbänke fand ich nicht so bequem und würde im nächsten Jahr Stühle bevorzugen. Zwei Tage auf Bierbänken, haben meiner geschädigten Bandscheibe nicht gut getan.

Dann will ich berichten, obgleich ich gar nicht so Recht weiß, wo ich anfangen soll – es waren so viele Eindrücke, so wunderbare Momente und Begegnungen und am Ende noch ein wenig Aufregung. Also Schritt für Schritt von Anreise bis Abreise

Die Anreise

verursachte mir ein wenig Panik, ob ich rechtzeitig wach werde. War ich doch am Abend zuvor mit meinem Mann auf einem Konzert von Michael Patrick Kelly und es war natürlich spät geworden. Ganze vier Stunden hatte ich Zeit zu schlafen, um 06.49 Uhr ging mein Zug vom Frankfurter Fernbahnhof in Richtung Düsseldorf.

Doch im Zug gab es einiges an Tumulten, fehlte doch Wagen 6 und gleichwohl es genügend freie Plätze in anderen Wagen gab, beharrten doch so manche Bahnfahrer/innen auf ihre in Wagen 6 reservierten Plätze. Der Schaffner konnte einem schon ein wenig leid tun.

Pünktlich und wohlbehalten erreichte ich Düsseldorf und wollte schnell mein Gepäck im Hotel abgeben. Daher gönnte ich mir ein Taxi. Mit S + U-Bahn konnte ich mich später beschäftigen.

Das Hotel

Ursprünglich hatte ich ein günstigeres Hotel gebucht, aber ich entschied mich kurzerhand um und gönnte mir ein Hotelzimmer mit Terrasse (das Laster mit dem Rauchen). Meine Wahl fiel auf das Hotel Indigo und ich habe es in keiner Sekunde bereut. Dieses Hotel ist das beste, das ich in den letzten Jahren in Deutschland gebucht hatte. Die Einrichtung, die Zimmer Ausstattung, das Frühstücks Büffet und die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des gesamten Personal, machten dieses Wochenende einfach unvergesslich. Auch für 2019 werde ich dieses Hotel buchen.  Geschlafen wie eine Prinzessin und das für jemand, der zu Hause nie mehr als 4-5 Stunden Schlaf findet.

Der (unfreiwillige) Spaziergang zum Wollfestival

Beeilung war angesagt, meine Strickfreundin gleichen Namens wartete schon auf mich. Deshalb  machte ich mich mit Handy, Kopfhörern im Ohr und Google Maps auf dem Schirm, auf den Weg. Unterwegs hatte ich kurzzeitig keinen Empfang und bemerkte nicht, das sich in Google Maps die Route gelöscht hatte und eine alte vom Nordsee Urlaub nutze. Ich lief und lief und irgendwann wusste ich nicht mehr, wo ich eigentlich war. Ein junger Mann mit Kinderwagen half mir und lief eine zeitlang mit mir mit, bis ich mich nicht mehr verlaufen konnte. Zweieinhalb Stunden später war ich völlig verschwitzt und durstig am Ziel meiner Träume angelangt. Jedenfalls hatte sich die Schlange, von der mir meine Freundin via Messenger berichtete, aufgelöst. Jetzt wollte ich nur noch etwas zu trinken, meine letzte Flüssigkeit hatte ich am Abend zuvor…..

Der Samstag beim Wollfestival

Schon beim Eintritt waren positive Neuerscheinungen zu Köln festzustellen – schon am Eingang erwartete uns eine kleine Cafeteria mit entsprechender Bestuhlung. Hier konnte man kalte und warme Getränke sowie Kuchen kaufen. Der Einlass, egal ob man schon eine Karte im Vorverkauf hatte oder an die Kasse musste, war deutlich schneller als in den Jahren zuvor.

Nun machte ich mich erstmal auf die Suche nach meiner Freundin, was nicht einfach war obgleich der Massen an Besuchern. Ich kämpfte mich durch und fand diese wartend im Außenbereich. Erstmal den Durst stillen und dann auf in den Kampf. Hier muss ich kurz anmerken – die Preise für ein stilles Wasser oder Mineralwasser fand ich mit 4,00 Euro doch sehr hoch, kostete eine warme Mahlzeit (Nudel mit Bolognesesoße) im Vergleich nur 6,50 Euro.

Beim Betreten des großen Saals mit all den vielen Ausstellern stockte uns zunächst der Atem – so viele Besucher in den Gängen, ein Vorankommen, geschweige denn etwas in Ruhe anzuschauen, war schier unmöglich. Wir kämpften uns von Stand zu Stand und schauten uns nur an, wer wo zu finden ist. Das Befühlen der Wolle und die Einkäufe verschoben wir einfach auf Sonntags, in der Hoffnung, es wird ruhiger. Hier und da wurden einige Bekannte begrüßt und per FB Messenger verabredeten wir uns mit Doris von Farblust by Wollhexe und einem weiteren Mitglied ihrer Facebook Gruppe, im Außenbereich. Abgesehen davon das es keine Sitzplätze gab, hier wurden alle von ganzen Gruppen reserviert und die Schlange beim Catering bis zur Tür reichte, beschlossen wir vier, am Rhein entlang zu spazieren und eine andere Lokation zu finden. Bei Gosch bekamen wir einen schönen Platz und saßen bis in den späten Abend gemütlich zusammen. Es war ein unvergesslich schöner Tag und ich denke noch heute mit einem Lächeln daran zurück. Auch wenn wir von Wolle nicht viel gesehen haben…..

 

Der Sonntag beim Wollfestival

hingegen war deutlich entspannter. Gestärkt mit einem sehr ausgiebigen Frühstück und einem diesmal sehr entspannten und kurzen Spaziergang stand ich bereits vor Öffnung vor den Türen. Keine Schlangen und viel weniger Menschen, der Tag begann erwartungsfroh. Ich hatte noch ein wenig Zeit bis meine Freundinnen eintrafen und schlenderte gemütlich zwischen den Ständen entlang und befühlte und bekuschelte all die schöne Wolle. Zudem fand ich im Außenbereich jede Menge freie Sitzplätze und traf Gabi und Petra, die ich schon vom Nordsee Stricktreffen kannte, Gesa von Buttjebeyy, Bella, Christa, Astrid, Marion von Kade loving Wool, Angelika von Rübezahl Spinnereien und und und. Es war wie beim Klassentreffen und diese Momente sind es, die solche Tage einfach unvergesslich machen.

Um 10.30 Uhr trafen dann auch Heike und Beate ein und nach einer schönen Tasse Kaffee machten wir uns jeweils paarweise (eine verteidigte unseren Platz) zum shoppen.

Alle, die gerne mal das Wollfestival besuchen möchten sei geraten – plant lieber den Sonntag ein. Es ist wesentlich ruhiger und entspannter und die Aussteller haben mehr Zeit für ausgiebige Beratungsgespräche.

Übrigens hatte ich mir vorgenommen, nur Wolle zu kaufen, die ich direkt für ein Projekt benötige und fast hätte ich das auch eingehalten. Lediglich 3 Stränge Yeti, ein Edelgarn aus Yak und Seide, bei Mero-Colors waren nicht geplant, den Farben konnte ich aber nicht widerstehen.

Abschied nehmen und die Rückreise

Entsprechend schwer fiel der Abschied bei all den wunderbaren und (woll)verrückten Menschen die ich getroffen habe. Dennoch musste ich fahren und schon um 15.00 Uhr den Weg Richtung U-Bahn antreten. Die Rückreise dauerte dank der DB etwas länger als geplant und mit Zugverspätung und einem anderen als dem gebuchten Zug erreichte ich am späten Abend Frankfurt, wo mein allerliebster und bester Ehemann und mein allerliebster und bester Hundi schon freudig auf mich warteten.

Übrigens könnt ihr beim Wollfestival bequem euren Koffer in der unteren Etage abgeben. Kostenlos versteht sich, eine Spende nimmt der freundliche junge Mann, aber gerne entgegen.

Meine Einkäufe

 

Ich freue mich schon auf Düsseldorf 2019 – es war ein tolles Wollfestival

 

Links zum Wollfestival

guter Zeitungsbericht der Rheinischen Post

nicht so gelungener Bericht der Westdeutschen Zeitung

auch von der Westdeutschen Zeitung und auch naja