ein kuschelweicher Cardigan

Le Scarabée Bleu

 

ist ein kuschelweicher Cardigan, den ich ab jetzt zu meinen Lieblingsteilen zähle.

Als ich diesen Cardigan auf Ravelry gesehen habe, war es zunächst die Farbauswahl der Designerin, die mir sofort ins Auge fiel. Das Muster war für mich erstmal zweitrangig. Mir gefiel der Kontrast aus babyblau, grau und braun so sehr, das ich mich entschied – den musst du unbedingt stricken. fairAlpaka DK

Das Material

ich mag die Wolle von fairAlpaka sehr gerne, auch wenn der Hersteller bei anderen Färberinnen aufgrund seiner doch sehr günstigen Preise, nicht so beliebt ist. Das einzige negative – man muss jeweils 300 gr. pro Farbe nehmen. Es gibt jedoch seit einiger Zeit eine Tauschbörse auf Facebook, diese findet ihr hier .

bei Größe L, die mir jedoch etwas zu groß ist, habe ich von der Hauptfarbe babyblau 7 Knäuel, von der Kontrastfarbe grau 4 Knäuel und von braun 2 Knäuel verbraucht.

Die Anleitung

Die Anleitung Le Scarabée Bleu stammt, wie schon der Name vermuten lässt, von der französischen Designerin La Maison Rililie. Die Anleitung gibt es aber, zum Preis von € 7.30, auch in englischer Sprache. Die Begriffe habe ich hier im Wörterbuch übersetzt.

Die Größenangaben reichen von S bis zu 4XL, also für jeden etwas dabei.

Für Anfänger ist es nicht ganz so einfach, kommen doch einige, nicht so bekannte Techniken, wie die Kellerfalte im Rücken, vor. Wer den Cardigan gerne stricken möchte und Hilfe braucht, einfach eine Mail an mich oder eine Nachricht auf meiner Facebook Seite. Ich helfe euch gerne weiter.

Das Werk
gestrickter Cardigan
Es ist jedesmal das gleiche mit mir – ich stricke und stricke und am Ende habe ich wieder so gut wie keine Notizen gemacht. So auch hier und ich gelobe ab jetzt wirklich Besserung.
Aber ich erinnere mich, ich habe nach der Ärmelabtrennung, diese auch zuerst gestrickt. Ärmel stricken gehört nämlich nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Damit man besser erkennt, wie das Muster verstrickt aussieht, hatte ich den Ärmel auf meinen Sockenfuß gespannt (siehe oberes Bild).
Noch dazu ist mein Cardigan schon seit Monaten fertig und ich kann mich erinnern, es ist richtig zügig voran gegangen. Dann lag er hier, bis wir im September in die Normandie fuhren. Im letzten Augenblick habe ich daran gedacht, französische Anleitung – französischer Urlaub – der muss einfach mit ins Gepäck. Und da mein Haus- und Hoffotograf ja mit dabei war, sind diese herrlichen Fotos entstanden.

Simplex im September

Simplex

 

Monatsmuster September

beim Satta-Socken-KAL 2017

 

Im September konnte man zum erstenmal aus zwei Mustern auswählen. Ab jetzt wird das immer so sein. Ich entschied mich für das kostenlose Muster Simplex, das ihr hier findet.

Die Simplex Socken waren mein Reiseprojekt und ich konnte auf den jeweils 10 stündigen Fahrten in die Normandie, einiges wegstricken. Zumindest haben die zwei Wochen Urlaub ausgereicht, um sowohl diese, als auch ein weiteres Paar zu stricken.

Ich wollte eine fröhliche Farbe und habe mich für den Farbverlauf Regenbogen entschieden. Gefärbt wurde dieser von Daniela´s Wolltopf auf High Twist. Ich finde, die Farben sind richtig knallig und das stricken wird damit nie langweilig.

Simplex Muster

 

 

Das Muster ist für 64 Maschen gedacht, mir war das jedoch für Größe 38/39 zu viel. Daher habe ich mit 60 Maschen und Nadelspiel 2,5 mm gestrickt und das Muster entsprechend angepasst, was problemlos möglich ist.

Wollfestival Köln 2017 – Bilder, Begegnungen

Wollfestival Köln 2017

 

Nach einjähriger Pause fand es wieder statt – das tolle Fest rund um die Wolle, am wunderschönen Rhein. Dieses Jahr wollte ich endlich mal Wollfestival pur genießen, ohne Sightseeing, ohne Shopping, daher reiste ich alleine hin.

Mit dem Sparpreis der DB und einem tollen Hotel zu einem super Preis, war es um so schöner. Das Hotel Mauritius Komfort Hotel kann ich jedem nur empfehlen. Super Lage, reichhaltiges Frühstücksbüffet und tolle Zimmer. Die Bewertung mit 3,5 Sternen in Google kann ich nicht nachvollziehen.

Zimmer im Altstadthotel Mauritius Köln

Nun zum Wollfestival 2017

 

Bevor sich die Türen am Samstag, den 19.08.2017 öffneten, standen wie jedes Jahr, schon unzählige Besucher in Schlangen vor der Tür und konnten den Einlass kaum erwarten.

 

Aber alle blieben geduldig in der Schlange stehen und wurden mit tollen Goodie Bags belohnt. Garne von Rowan, Stricknadeln, Anleitungshefte, Maschenmarkierer von Mero-Colors, ein schönes Notizbuch vom Lieblingsstück, lustige Postkarten – alles konnte man darin finden.

Mein erster Rundgang

führte mich zu Daniela, Gabi, Gesa, Marion und Petra – hier lieferte ich mein kleines Mitbringsel, einen Apfelwein aus meiner Region, ab. Ich befürchte, nach all meinen liebgewonnenen, neuen Bekanntschaften, muss ich beim nächsten Fest ein ganzes Fass mitbringen 

Wollfestival Köln 2017

Hessischer Apfelwein + Apfelwein-Seife

Der Samstag

Was soll ich sagen, es war einfach nur irre voll !

Ich konnte kaum Fotos für meinen Beitrag machen, so viele Menschen vor den Verkaufsständen. Wolle schauen war auch nur schwer möglich, also versuchte ich mein Glück auf der Terrasse und siehe da, ich traf die Mädels aus meiner Satta Socken Gruppe von Ravelry. Kaffee, Zigaretten, Gespräche, Lachen, Stricken – was braucht Frau mehr. Natürlich, eine leckere Curry-Wurst von der Bude am Schokoladenmuseum – die muss ich immer haben.

Wollfestival Köln 2017

leckere Curry-Wurst

 

Als die Mädels die Heimreise antraten, musste ich nur einen Stuhl weiter rücken und schon saß ich bei Eva, die ich auch schon von einem anderen Treffen kannte. Die Zeit verging wie im Flug und der erste Tag des Wollfestivals war zu Ende. Leider hatte sich mittlerweile die Sonne in Regen gewandelt und es war merklich kühler geworden in Kölle.

Ein Abendessen sollte es noch sein und ich lief die wenigen hundert Meter und schon war ich auf dem Heumarkt. Menschen, Menschen und noch mehr Menschen, jetzt war es mir als alleinreisende Frau doch ein wenig mulmig. Aber ich musste mir gar keine Gedanken machen, ich setze mich in eine Pizzeria und wurde sogleich von zwei Damen, auch Besucher des Wollfestes, an meinem Eintrittsband erkannt. Sie baten mich an ihren Tisch und wir hatten einen tollen Abend.

Todmüde bin ich ins Hotel zurück und ganz schnell eingeschlafen.

 

Der Sonntag

Ausgeschlafen und frisch geduscht, stand ich um 08.00 Uhr vor dem Frühstücksraum.

Obwohl mir nach Kaffee dürstete, entschied ich mich nach einem kurzen Blick hinein, dieses doch zu stornieren. Der Raum war voller, teilweise noch stark angetrunkenen Grüppchen aus Kegel-, Fußball- und sonstigem Vereinsgewimmel. Das war mir dann doch zuviel des Guten. Also direkt in Richtung Wollfestival und unterwegs einen Kaffee trinken.

Aber ich war zu früh und alles geschlossen und so stand ich bereits um 09.00 Uhr vor den Türen, hungrig und voller Lust auf einen heißen Kaffee. Zum Glück war ich nicht alleine und Gabi von Mero-Colors mit Gatte, Solveig von Alice im Wunderland mit Partner und Masch Wuppital von Coonies Wolle waren bereits vor Ort. Die Rettung nahte in Form von

Wollfestival Köln 2017

wärmende Flüssigkeit

Das Zeug ist sowas von lecker, das habe ich heute gleich mal hier bestellt. Im übrigen hat mich Masch Wuppital später noch mit einem Schluck Champagner versorgt und froh gelaunt konnte Tag 2 des Festivals beginnen ….

Und er begann so toll, wie der erste geendet hatte – ich traf zwei neue Bekannte, Heike und Beate, und verbrachte mit ihnen den restlichen Tag. Es war so schön und wir werden den Kontakt sicher nicht abreisen lassen und uns bestimmt bald wieder treffen.

Wir haben Wolle gekauft, gelacht, geredet, gelästert, getrunken und gegessen und auch Tag 2 verging wie im Flug. Da der Sonntag wesentlich ruhiger war von der Besucherzahl, konnte man auch in Ruhe einkaufen und ich konnte viele schöne Bilder machen.

Die Aussteller

Ihr dürft meine Fotos alle gerne, mit Verweis auf meinen Blog, nutzen. Beim öffnen der Galerie erscheinen weitere Informationen !

Es gab noch so viele andere Aussteller mit ganz tollen Garnen und Fasern und Zubehör. Leider ist es mir nicht gelungen, alle Stände zu fotografieren, die Zeit war zu kurz, der Besucherandrang zu groß und mein Budget zu klein.

Ein Dankeschön

Zum Schluß möchte ich allen danken, die meinen Besuch auf dem Wollfest zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Beim Schreiben sind noch ein paar Freudentränen geflossen.

Ein besonderes DANKE an Heike, Beate, Gesa, Gabi, Astrid, Masch Wuppital, Solveig, Eva, Petra, Andreas, Daniela, Angelika und alle, die ich hier vergessen habe.

Fast hätte ich sie auch noch vergessen – meine neuen Schätzchen

Männersocken extra groß

Männersocken

 

Für meinen besten Freund Karlheinz wollte ich als DANKE für seine langjährige Freundschaft zu mir, ein paar Männersocken stricken. Als Rettungssanitäter immer im Einsatz, kann er diese im kalten Winter bestimmt gut gebrauchen.

Eine echte Herausforderung war es aber schon; er trägt Größe 47, hat sehr breite Füße und einen hohen Spann.

Das Material

Ich entschied mich für ein Garn, das sehr robust, aber auch weich ist. Gefärbt wurde es von Stricklilly auf Sockenwolle Tweed in einem dunklen Blau. Aufgrund der Größe benötigte ich jedoch 200 Gramm und habe insgesamt 116 Gramm verbraucht (davon gibt es noch ein paar für mich). Nadelspiel Zing von Knit-Pro in 2,5 mm.

Sockenwolle handgefärbt Tweed

Das Muster

Es sollte natürlich männertauglich sein und wenig Schnickschnack enthalten. Stinos waren mir zu einfach und bei Ravelry wurde ich mit dem Muster Stay at home socks fündig. Es gibt es in Deutsch und kostenlos.

Die Ferse

Lange überlegte ich, welche Ferse ich stricken soll. Anforderungen waren breiter Fuß und hoher Spann. Auf You Tube wurde ich fündig und arbeitete zum ersten mal die einfache Zunahmeferse nach Sylvie Rasch. Sie passt perfekt und war einfach zu stricken.

Das Video dazu: einfache Zunahmeferse nach CraSy

Und so sieht das ganze aus einfache Zunahmeferse nach Sylvie Rasch

 

Die fertigen Socken

Gestern war unser wöchentlicher Friendsday und wir waren lecker Kochkäse, eine Spezialität aus unserer Region, essen. Dabei habe ich Karlheinz die Socken überreicht.

Die Freude war groß und sie passen super.

Comodo – nur ohne Zipfel

Comodo – ein leichtes Jäckchen

 

Comodo, eine Jacke nach der Anleitung von Nicola Susen, ist seit Monaten der Renner auf den diversen sozialen Strick-Netzwerken.

Ich muss gestehen, bisher gefielen mir die Jacken nicht so gut, ich mochte das zipfelige am Vorderteil so überhaupt nicht leiden. Bis ich eine Jacke ohne die Zipfel sah und aus etwas dickerem Material – genau die war es !

Comodo

Das Material

Ich entschied mich bei einem Besuch im Schoppel Werksverkauf für die Öko-Socke, eine naturbelassene Wolle aus 70% Schurwolle und 30% Leinen in der Farbe Schoko-Meliert. Die Lauflänge beträgt 300 m /100 gr. und ich habe 4 Knäuel benötigt.

Über die Wolle schreibe ich euch noch einen eigenen kleinen Bericht !

Ich arbeitete mit meinen Lieblingsnadeln, den Hiya-Hiyas und verwendete eine 4mm mit auswechselbaren Seilen.

Schoppel Öko-Socke

 

 

Die Arbeit

Zuerst muß man seinen Brustumfang messen und mit diesen Maßen und einer kleinen Formel ausrechnen, wieviele cm man bis zur Ärmelabtrennung stricken muß. Obwohl ich sehr großzügige 110 cm gemessen habe, sitzt die Jacke um den Brustbereich sehr eng. Sollte ich nochmals eine stricken, würde ich noch mehr cm zugeben.

Mein Figurproblem kommt hier deutlich zum tragen – oben eine 42 und unten eine 36.

Nach 10 Lochreihen habe ich die Ärmel abgetrennt, Ärmelmaschen gesamt = 80 Maschen.
Beim nächsten würde ich erst nach 12 Lochreihen abtrennen. Obwohl meine Oberarme eher schmal sind, sitzt das Teil doch schon eng.

Ich habe mich dann entschieden, das größere Übel – die Ärmel – zuerst zu stricken.

Abnahmen laut Anleitung und bei 54 Maschen keine weiteren Abnahmen gearbeitet. Noch 20 Runden glatt rechts und weitere 20 Reihen im Hebemaschen-Muster wie folgt

  1. Reihe: 2 li – 1 re abh. Faden hinten
  2. Reihe: alle Maschen rechts und in der 20 ten Reihe abgekettet.

 

 

Ein paar Bilder zwischendurch

 

Damit das ganze dann auch wirklich nicht so zipfelig am Vorderteil wird, habe ich die Lochreihen wie folgt gearbeitet:

12 Lochreihen nach Anleitung, danach in den Hinreihen die Umschläge gemacht, in den Rückreihen wieder abgenommen – nach dem Umschlag zwei links zusammen gestrickt und am Ende der Reihe die beiden Maschen vor dem Umschlag links verschränkt zusammen gestrickt.

2  Lochreihen nach 10 Reihen

3  Lochreihen nach 20 Reihen = insgesamt nur 17 Lochreihen gearbeitet

danach noch 20 Reihen glatt rechts und weitere 20 Reihen im Hebemaschenmuster, diesmal Hinreihe 2 links / 1 rechts abheben mit Faden hinten, Rückreihe 2 rechts / 1 links

Elastisch abgekettet mit Nadel 6 mm

und fertig ist das kleine Jäckchen